Konzept-Uhren
 

The TAG Heuer Monaco V4


TAG Heuer Monaco V4: eine atemberaubende Odyssee von der Konzept-Uhr zur Vorlaufserienherstellung, die 36 Monate dauerte. Ein Abenteuer, das noch zahlreiche Bewertungs- und Zertifizierungsdurchläufe bestehen wird, bevor das Produkt tatsächlich auf den Markt kommt... 

TAG Heuer Monaco V4 FrontBaselworld 2004: TAG Heuer überraschte die Welt der Uhrenhersteller, als es eine revolutionäre Konzept-Uhr lancierte. Die mechanische Monaco V4 stellte die herkömmlichen Prinzipien der Uhrenherstellung in den Schatten: die traditionelle Kraftübertragung über Zahnräder wurde durch Riemenantrieb und Kugellager ersetzt. Ein gewagter Entwicklungsschritt, der in Unterstützung vom Uhrmachermeister Philippe Dufour unternommen wurde: Die Monaco V4 sorgte für Überraschungen, rief Bewunderung, aber auch zugleich Meinungsverschiedenheiten und Fragen hervor. Die Meinung war gespalten: War die Monaco V4 nun ein wahrhaftiger Durchbruch in der Uhrenherstellung oder nur ein Marketinggag ? Die Konzept-Uhr ist in beiden Fällen nicht spurlos geblieben. 

TAG Heuer Monaco V4 Minisite

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TAG Heuer Monaco V4 MovementNach 36 Monaten und Tausenden von Arbeitsstunden, die für Design, Simulationstests und Herstellung benötigt wurden, kehrt TAG Heuer auf die Baselworld 2007 zurück. Diesmal präsentiert es nicht nur einen Prototyp, der binnen eines Jahres eine herausragende Leistung verbucht hat und bestätigt, dass Zahnriemen Räder und Zahnräder ersetzen können, sondern besticht auch durch einige Vorlaufserien, die einen Eindruck über die vollendete Herstellung des Uhrwerks liefern. Wann ist es nun so weit? Der Weg ist lang, denn V4 ist ein TAG Heuer Produkt und aus diesem Grund gleichbedeutend mit erstrangiger Qualität und Leistung in Einklang mit den Produkten, denen die Marke ihren Ruf seit 1860 verdankt.

Die ersten Prototypen der Vorlaufserie wurden offiziell bei der Baselworld 2007 vorgestellt. Weit über die Produktinnovation und die Bestätigung hinaus, dass TAG Heuer ein ernst zunehmendes Vorhaben unterbreitet, enthüllt sie einen revolutionären Entwicklungsprozess, der im Vorfeld auf umfangreichen Applikationen im Bereich Mathematik, Physik und Computersimulation basiert, die viel mehr mit der Raumfahrtindustrie als mit der konventionellen Schweizer Uhrenherstellung verwandt sind. Darüber hinaus kündigt es die Einführung neuer Fertigkeiten und Akteure aus dem Universum der unendlich kleinen Einheit an, die in der Uhrenherstellung Anwendung finden werden, und Tag Heuer dazu verholfen haben, die Techniken und Bauteile, die herkömmlicher Weise in den Bereichen der Medizin und der Raumfahrttechnologie entwickelt werden, zu miniaturisieren und auf die Herstellung von Uhren umzusetzen.

Nach der Präsentation der Monaco V4 Concept Watch im Jahre 2004 sah sich die technische Leitung dazu gezwungen, alle Funktionen ihres revolutionären Uhrmacherkonzepts virtuell zu überprüfen. Dies geschah aufgrund der kinetischen Komplexität innovativer mechanischer Applikationen und der Ergebnisse verschiedener Studien, die von der R&D Abteilung bezüglich der Unverwüstlichkeit einiger Bauteile durchgeführt wurden, die in der Lage sein mussten, auf lange Sicht ohne Zusatzkosten für den Kunden funktionsfähig zu bleiben.  

Mit den neuen und daher einzigartigen Anwendungstechniken setzt diese Uhr spezifische Maßstäbe. Jene brechen mit der Tradition und den empirischen und oft repetitiven Methoden, indem sie einen neuen Entwicklungsprozess anbieten, der sich nachhaltig auf mathematische und physische Anwendungen sowie Computersimulation stützt, bevor mit der Herstellung begonnen wird. Jean-Christophe Babin, TAG Heuer CEO, dazu : “Wenn Sie ein Flugzeug auf dieselbe empirische und iterative Art und Weise herstellen, wie wir Uhren seit den letzten vier Jahrhunderten hergestellt haben, stehen die Chancen, dass das Flugzeug beim ersten Testflug auf dem Rollfeld abstürzt, relativ hoch, was sicherlich verheerend für die Zukunft des Projekts in geschäftlicher Hinsicht sein würde. Aus diesem Grund haben wir uns dazu entschlossen, unsere Herstellungsverfahren für V4 komplett zu überarbeiten, bevor wir uns in die Herstellung von Prototypen stürzen. Unser Hauptinteresse war es, ein Uhrwerk in Einzelteile zu zerlegen und jedes einzelne Bauteil durch Simulation theoretisch zu validieren, bevor wir das Konzept für die Prototypen ausarbeiten. Im Übrigen ist der Prototyp, der ein Jahr lang funktionstüchtig war, der Einzige, den wir hergestellt hatten. Warum sollten wir auch nach einem annäherungswerten Modell streben, wenn die moderne Computertechnik und Simulationstools in der Lage sind, sich schrittweise einem theoretischen Design zu nähern, das dem Ideal nahezu entspricht?”

Nach vielen tausend Stunden haben Simulationstests auf leistungsstarken Computern daher die Funktionstätigkeit von konventionellen Uhrwerken gelöst und analysiert, um eine wissenschaftliche Basis zu liefern, von der aus jedes Modul des V4-Uhrwerks im Rahmen der physikalischen und dynamischen Einschränkungen solcher neuer Bauteile wie Riemenübertragung gefertigt und reproduziert wird. Der Aufbau der Monaco V4 bleibt, obgleich er neu ausgelegt wurde, dem Geist der Konzept-Uhr treu, die für großes Aufsehen gesorgt hatte. Einige werden sie als absolut identisch bewerten, obgleich sie sich gänzlich von dem im Jahre 2004 präsentierten Modell unterscheidet. So ist die Magie der Kreativität subjektiv zu betrachten. Die grundlegenden Bauteile sind jedoch identisch: Riemenantrieb, Kugellager, lineare Schwungmasse, Federhäuser in V-Konfiguration gleich dem Zylinder eines Sportwagens.  

Im aktuellen Entwicklungsstand sind viele Übertragungsprobleme, die durch die Materialien der Zahnriemen verursacht wurden, gelöst worden. Die massiven Zahnriemen der ersten Generation wurden durch neue, nur 7mm dicke Versionen ersetzt. Die neuen Zähne entsprechen viel mehr den ISO-Normen als den NIHS-Normen (Schweizer Uhrenherstellung), die bei den meisten Rädern herkömmlicher Uhrenherstellungen Anwendung finden. Zur Herstellung solcher Riemen für die Prototypen hat TAG Heuer auf fortschrittliche Technologien wie Femto Laser zurückgegriffen. Für die Modelle der Vorlaufserien wurden Mikroeinspritzungen in entsprechende Formen verwendet um die Toleranzgrenze zu minimieren.  

Die Funktionsbewertungsphase des synchron gesteuerten Riemenantriebsystems und des automatischen Aufzugs durch lineare Schwungmasse ist nun abgeschlossen. Als nächster Schritt muss die Zuverlässigkeit aller Prototypen der Vorlaufserie bestätigt werden. Der Uhrwerk-Prototyp hat nun mehr als ein Jahr lang bewiesen, dass er mit derselben Präzision wie ein traditionelles mechanisches Uhrwerk arbeitet. Aus Liebe zur Form wird jedes Bauteil mehrere Wochen lang mit einer hochauflösenden Cinecamera gründlich untersucht um die Funktionsfähigkeit aller bereits durchgeführten strukturellen Modifikationen zu überprüfen.

Um den strengen Spezifikationen der Abteilung für Qualität gerecht zu werden, haben sich die Entwickler dafür entschieden, die Anzahl der Zahnriemenübertragungen zu reduzieren und gleichzeitig zu verfeinern um Effizienz und Flexibilität zu steigern.

Eine große Anzahl an ISO Evolventengetrieben wird nun im Uhrwerk vorgefunden, welches eine höhere energetische Effizienz liefert als ein traditionelles mechanisches Uhrwerk.   

Eine Vorlaufserie von 20 Stück wird derzeit hergestellt - die Erste von ihnen wird auf der Baselworld 2007 präsentiert. Diese Vorlaufserie wird genauso wie jene anderer Produkte der Marke dazu verwendet die strengen Qualitätstests zu durchlaufen, für die TAG Heuer das Schweizer Patent CH 695 197 05 erhalten hat, das den offiziellen Status geistigen Eigentums auf alle Qualitätstests und Instrumente der TAG Heuer Laboratorien überträgt. Das Ziel ist darüber hinaus eine COSC Chronometer Zertifizierung für den V4 zu erhalten.

Ein wenig Geduld — der Weg ist noch lang, aber ein Traum wird wahr.