Geschichte
  

Erster internationaler Gipfel der Heuer-Sammler


Vom 18. bis zum 20. Mai 2008 veranstaltete TAG Heuer das erste internationale Treffen der Sammler von Heuer-Uhren und -Chronographen.

Das Abenteuer begann 2006, als sich ein amerikanischer Sammler und Anwalt in einer großen Kanzlei in Atlanta, Jeff Stein, an TAG Heuer wandte. Er hatte bei einem Besuch des NASA-Museums entdeckt, dass John Glenn bei seiner ersten Raummission 1962 eine Heuer-Uhr trug. TAG Heuer besuchte daraufhin die Internetseite des Sammlers, www.onthedash.com, und sein Diskussionsforum. Dort entdeckte man eine sehr aktive, internationale Gemeinschaft der Heuer-Sammler, viele Webseiten, die der Marke und ihren legendären Chronographen gewidmet sind, sowie Menschen, die von der Legende, der Geschichte und den uhrmacherischen Innovationen der Marke fasziniert sind. Die Idee, diese Sammler, die sich nur über das Internet kennen, zusammenzubringen, entstand 2007 auf der Baseler Messe, als TAG Heuer Jeff Stein und Ron Henselmans, einen anderen niederländischen Sammler, traf. Die Eröffnung des Museums TAG Heuer 360 am Sitz der Marke in La Chaux-de-Fonds im Januar 2008 machte ein solches Treffen noch interessanter. Der First International Heuer Collectors Summit wurde also für Mai 2008 anberaumt.

Acht Sammler aus sieben verschiedenen Ländern kamen nach Neuchâtel und La Chaux-de-Fonds. An zwei Veranstaltungstagen konnten sie die Uhrenmanufaktur besichtigen sowie den Kundenservice, wo jährlich fast 3000 Sammlerstücke der Heuer-Kollektion restauriert werden. Die Sammler hatten ebenfalls Gelegenheit, selbst Hand anzulegen bei der Montage eines Uhrwerks und einer Monaco, der Ikone der Marke aus dem Jahr 1969, die nicht nur durch ihr markantes, zeitloses Design bekannt wurde, sondern auch, weil Steve McQueen sie 1971 im Film „Le Mans“ trug. Eine Privatführung mit Zugang zu den Archiven der Marke mit über 1000 Sammleruhren war der Höhepunkt der Veranstaltung in La Chaux-de-Fonds.

Das spannendste Ereignis war jedoch ein Treffen mit Jack W. Heuer, einem Nachkommen der Familie Heuer, der das Unternehmen von 1958 bis 1982 leitete und der heute Ehrenpräsident von TAG Heuer ist. „Das große Fachwissen der Sammler beeindruckte mich enorm. Sie jagen nicht nur einfach den Uhren und Chronographen meiner Zeit hinterher, sondern sammeln alle noch so kleinen Informationen über die Marke. Sie haben mir Anekdoten in Erinnerung gerufen, die ich selbst bereits vergessen hatte! Es macht mir viel Freude, die heutige Dynamik von TAG Heuer zu sehen und ich habe festgestellt, dass die Heuer-Gemeinschaft auf der Welt ebenso dynamisch ist. Diese Menschen lassen Heuer weiterleben.

Wer sind diese Sammler und wie bauen sie ihre Sammlungen auf?

Ein Ingenieur von SAP, ein Marketing-Spezialist im Automobilbereich, der Enkel eines Uhrmachers, selbst Goldschmied, ein Kindergarten-Leiter, ein Anwalt... und alle teilen die gleiche Leidenschaft für Heuer-Zeitmesser. Einer von ihnen hat sogar ein Unternehmen gegründet, das Heuer-Chronographen verkauft und Werbeartikel von Heuer aus den 60ern und 70ern nachbildet (Jacken, Taschen usw. www.classicheuer.de). Für die meisten von ihnen begann die Faszination mit dem Erbe oder der zufälligen Entdeckung eines originellen Zeitmessers, den sie als Kind verwendeten, um ihre Modellautorennen zu stoppen. Danach entdeckten sie die aufregende Welt von Heuer mit echten Autorennen und mythischen Chronographen wie der Autavia am Arm von Joe Siffert oder der Carrera am Handgelenk von Clay Regazzoni. Um ihre Sammlung zu bestücken, informieren sie sich ständig über die Angebote bei Ebay oder Antiquitätenhändlern, sie kennen alle Second Hand-Shops und bauen wahre Informationsnetze auf. Ihr Heiligtum sind meist der so genannte „New Old Stock“, Uhren in ihrer Originalverpackung, die noch nie getragen wurden und die sie oft in den Beständen alter Schmuckgeschäfte finden.

Auch wenn die Spekulation ihr Hobby antreiben könnte (manche Chronographen werden für bis zu 55.000 Euro verkauft und der Preis einer einfachen Uhrenschachtel mit Heuer-Prägung kann bis zu 600 Euro erreichen), leben die Heuer-Sammler ihre Leidenschaft täglich aus, indem sie ihre Zeitmesser tragen. Einer von ihnen, Arno Haslinger, schrieb sogar ein sehr ausführliches Buch, das er mit den Fotos seiner eigenen 114 Sammlerstücke illustrierte. (Heuer Chronographs, Editions Callwey).

"Die Sammler sind eine beeindruckende Informationsquelle über TAG Heuer und seine Geschichte. Unser Team, von den Archivaren über die Museumskonservatorin bis hin zum Restaurationsservice wenden sich oft an sie, um das Alter eines Zeitmessers zu ermitteln, Originalzeichnungen oder andere Informationen über die Marke und ihre Chronographen ausfindig zu machen. Es war mir eine Ehre, sie empfangen und ihnen die Marke mit ihrem heutigen Gesicht vorstellen zu dürfen", so Jean-Christophe Babin, Präsident und CEO von TAG Heuer.

Der Sammler Ron Henselmans, der das Treffen mitorganisierte, zieht Bilanz: „Heuer gehört bereits seit langem zu meinem persönlichen Erbe. Seit unserem Besuch bei TAG Heuer fühlen wir als Sammler uns wie ein Teil dieser großen Familie. Ab jetzt werden wir uns nicht nur auf Heuer konzentrieren, sondern auch auf TAG Heuer! Die Gespräche mit Jean-Christophe Babin, dem Präsidenten und CEO von TAG Heuer, der uns mehrere Stunden widmete, die Erinnerungen der Marke von Jean-Jacques Racine, einem Uhrmacher im Ruhestand, der 46 Jahre zunächst bei Heuer und dann bei TAG Heuer beschäftigt war, die Kontakte mit demderzeitigen Team wie etwa mit Mathilde Tournois, der Museumskonservatorin, und natürlich der Abend mit Jack Heuer – all diese Augenblicke werden uns unvergesslich bleiben. Und an dieser Stelle sei auch den Uhrmachern gedankt, die uns mit Engelsgeduld zeigten, wie man eine Monaco montiert... während die Federn und Zeiger in alle Richtungen flogen!“ Jeff Stein, der leider bei diesem Treffen nicht dabei sein konnte, freut sich bereits auf eine neue Auflage dieser einzigartigen Zusammenkunft: „Das wichtigste bei einer solchen ersten Veranstaltung ist, dass sie den Weg für die nächste ebnet. Das Feedback der Sammler war sehr positiv: Für sie war es ein großes Erlebnis, die heilige Erde der Heuer-Welt zu entdecken.“