December 14, 2016

EINE EINFÜHRUNG ZU DEN FRÜHEN AUTAVIAS: 1962 BIS 1969 VON JEFF STEIN

Am 10. März 2015 startete TAG Heuer den Autavia Cup – ein einzigartiges Ereignis, bei dem Fans der Marke das historische Autavia-Modell wählen können, das 2017 neu aufgelegt wird. Der Autavia Cup stieß auf ein außergewöhnlich starkes Interesse; Tausende von Enthusiasten gaben in den drei Runden des Wettbewerbs ihre Stimmen ab.

Um den Enthusiasten von heute ausführliche Informationen über die am Autavia Cup beteiligten Autavia Chronographenmodelle zu bieten, beauftragte TAG Heuer die Experten für Vintage-Modelle Rich Crosthwaite, Paul Gavin und Jeff Stein. Sie sollten ausführliche Beschreibungen der von Heuer in den Jahren 1962 bis 1969 produzierten Autavias beisteuern.  Rich und Jeff veröffentlichten eine detaillierte Übersicht, die rund 25 von Heuer in diesem Zeitraum produzierte Modelle und Ausführungen behandelte.  Um den Enthusiasten von heute eine Einführung zu diesen Modellen zu verschaffen, stellen wir diese Übersicht bereit. 

Bevor wir die Uhren selbst betrachten, werden wir die Autavia vor ihrem historischen Hintergrund beleuchten. Die Autavia bedeutete gleich drei Premieren für Heuer.  Zum einen war sie Heuers erster Chronograph mit Modellbezeichnung – alle vorherigen Chronographen trugen lediglich Referenznummern. Zweitens war die Autavia Heuers erster Chronograph mit drehbarer Lünette, die ein nützliches Instrument für Rennfahrer und Piloten war und zugleich zu einem im Vergleich zu früheren Chronograpenmodellen von Heuer deutlich größeren Gehäuse führte. Und schließlich war die Autavia die erste Uhr, die der damals 30-jährige Jack Heuer für das Unternehmen kreierte, wobei er die besonderen Bedürfnisse der Rennfahrer im Blick hatte. Dank dieser Faktoren und der ebenso ästhetisch ansprechenden wie robusten Konstruktion war die Autavia in den gesamten 1960er-Jahren die Uhr der Wahl für Rennfahrer, Navigatoren und Piloten und setzte ihren Erfolg mit über 80 Modellen bis Mitte der 80er Jahre fort. 

Rindt Andretti

 

Die ersten Autaviasmobile_title_border

Die allererste Ausführung des Autavia Chronographen ist erkennbar an den übergroßen weißen Hilfszifferblättern auf schwarzem Hintergrund und der perfekten Farbgleichheit der Leuchtmarkierungen auf Zifferblatt und Zeigern. Diese erste Autavia war mit zwei oder drei Hilfszifferblättern erhältlich, wobei ersteres Modell eine Zeitmessung von 30 oder 45 Minuten ermöglichte und letzteres Modell über eine Kapazität von 12 Stunden verfügte. Wie bei allen Autavias der 1960er-Jahre war die Lünette drehbar und ermöglichte die Berechnung einer abgelaufenen Zeit oder das Ablesen einer zweiten Zeitzone. Das Edelstahlgehäuse war bis 100 m wasserdicht.

Rindt Andretti

Die zweite Ausführungmobile_title_border

Gegen Mitte der 60er-Jahre überarbeitete Heuer die Autavia, um dem veränderten Stilempfinden des Jahrzehnts Rechnung zu tragen. Die Lünetten wurden schmaler und die Zeiger waren ebenso wie die Zifferblattmarkierungen glänzend poliert. Entsprechend den geltenden Sicherheitsbestimmungen wurde als Leuchtmasse nun nicht mehr Radium, sondern Tritium verwendet, daher das kleine „T“ auf den Zifferblättern. Die beiden oben abgebildeten Versionen spielen eine besonders wichtige Rolle in der Geschichte von Heuer, denn das Modell mit drei Hilfszifferblättern wurde vom Formel-1-Weltmeister Jochen Rindt getragen, jenes mit zwei Hilfszifferblättern vom Sieger des Indianapolis 500 und Formel-1-Weltmeister Mario Andretti.

Compressor

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Eine Beschreibung der frühen Autavias durch unsere Experten unter dem Titel „An In-Depth Look at the First Autavias (1962 through 1969)“ von Crosthwaite, Gavin und Stein finden Sie HIER

Die Autoren Rich und Paul haben das Buch „Heuer Autavia Chronographs 1962-85“ verfasst, das eine vollständige Geschichte der Autavia mit hunderten schöner Uhrenfotos sowie Scans historischer Dokumente bietet. Bestellen Sie dieses Buch HIER

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