Know-how

Forschung & Entwicklung

Immer wieder empfehlen Fachleute der Uhrenindustrie unserer F&E-Abteilung, nicht permanent jedes Rad oder jede Schraube neu erfinden zu wollen. Was sie versuchen, sei nicht umsetzbar. Doch unsere F&E-Teams sind schon immer ihren eigenen Weg gegangen. Denn hinter den innovativen Errungenschaften der Firmengeschichte steht das Bedürfnis unserer Spezialisten, immer wieder althergebrachte Prinzipien der Uhrmacherei in Frage zu stellen.

Während seiner 150 Jahre an der Spitze der Uhrmacherbranche hat TAG Heuer immer wieder bahnbrechende Innovationen hervorgebracht. Eines der ersten Patente der Marke erhielt Edouard Heuer 1887 für seinen Schwingtrieb, ein wichtiger Bestandteil der modernen Uhrmacherkunst, welches nach wie vor in den meisten mechanischen Chronographen eingesetzt wird.

Unter Berücksichtigung dieses beeindruckenden Erbes strebt die F&E-Strategie an, nach und nach die Grundprinzipien der Uhrmacherei – Energie, Übertragung und Regulierung – neu zu erfinden und auf diese Weise die Marke für das nächste Jahrtausend vorzubereiten.

So zeichnet sich etwa die Konzeptuhr TAG Heuer Pendulum aus dem Jahr 2010 durch den ersten Oszillator eines mechanischen Uhrwerks ohne Spiralfeder aus. Seit 1675 wurde das System aus Unruhreif und Spiralfeder in allen mechanischen Uhren als Regulierungsorgan verwendet. In der TAG Heuer Pendulum Concept wurde die traditionelle Feder nun durch eine virtuelle Feder aus Magneten ersetzt.

Durch die Kombination der Kompetenzen unserer Designer, Produkt- und Qualitätsingenieure mit denen anderer Spezialisten aus der Uhren-, Automobil- und Pharmaindustrie, kann TAG Heuer immer wieder den eigenen Horizont erweitern und sich neuen Einflüssen stellen. Neue Ideen erfordern häufig jahrelange harte Arbeit, bis sie zu einem Ergebnis führen.

Dies war z. B. bei der sensationellen Konzeptuhr TAG Heuer Monaco V4 der Fall, die aus 5 Jahren konzentrierter Bemühungen in den Phasen der Konzeption, Simulation und Konstruktion entstand. Bei dieser Uhr ersetzten die TAG Heuer-Ingenieure die traditionelle Energieübertragung mit Rädern und Trieben durch eine riemengetriebene Übersetzung. Die Monaco V4 ging schließlich in Serie und kam Ende 2009 in limitierter Auflage von 150 Haute Horlogerie-Uhren auf den Markt.

{$content}